Ausgrabungen in Kos – Starker römischer Einfluss

Westliche Ausgrabungsstätte Kos
Westliche Ausgrabungsstätte Kos / Bild: Asurnipal CC BY-SA 4.0

Die griechische Insel Kos liegt vor der kleinasiatischen Küste. Schon während der italienischen Besatzung der Insel wurden dort archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Die ersten Spuren führen in die Bronzezeit. Ein Tholos-Grab und ein mykenischer Friedhof gehören zu den weiteren Ausgrabungen.

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Kos war zudem in hellenistischer Zeit Sitz einer Ärzteschule und stellte auch eine Art natürlicher Handelsverbindung zwischen der Handelsmacht Rhodos und dem Reich der Ptolemäer dar. Es versorgte sich selbst, exportierte aber Wein und Getreide. Sehenswürdigkeiten sind die Platane des Hippokrates, die Johanniterfestung Neratzia sowie die Kapelle Christos Dikeos auf dem Gipfel Dikeos des Dikeos-Gebirges.

Ausgrabungen gab es auch in Kos-Stadt, zum Beispiel in Agora, Gymnasion, Decurmana, Haus der Europa, Odeon und Casa Romana. Das verlassene Dorf Agios Dimitrios wurde nahe Asfendio entdeckt. Die Hälfte der Ausgrabungen sind in der Gegend um Casa Romana und Odeon zu finden. Unter den Schutzdächern liegen drei römische Bodenmosaike, die unter anderem kämpfende Gladiatoren zeigen. Das zweite Mosaik zeigt die Tötung eines Ebers.

Von den Entdeckungen des 3. Jahrhundert geht eine antike Straße in Richtung Westen. Die Wissenschaftler haben sie “Decumana” genannt. An ihrem Ende gibt es einen rechtwinkligen Knick in Richtung Meer. Die Straße dieses Geländes heißt “Via Cardo”. Sie besaß Bürgersteige. Dort gab es auch die römischen Westthermen. In frühchristlicher Zeit errichtete man eine Basilika mit Taufbecken. Diese Taufbecken sind erhalten geblieben.

Der Küstenverlauf von Kos ist relativ geradlinig ohne Einbuchtungen. Die Ausgrabungen enden beim Nymphäon, das im 3. Jahrhundert vor Christus entstand. Der Innenhof wirkt fast maurisch. Ansonsten sind die römischen Einflüsse auf der Insel Kos wirklich verblüffend.

Das Urteil des Paris, Alabaster auf Holzplatte
Das Urteil des Paris, Alabaster auf Holzplatte

Am Schluss der Westlichen Ausgrabungen gibt es ein schönes Mosaik. Sein Thema ist “Das Urteil des Paris”. Paris entschied sich in einem Göttinnen-Wettstreit der Sage nach für Aphrodite, die ihm die schöne Helena als schönste Frau der Welt zuführte.

Seit 2011 bildet die Insel Kos eine Gemeinde in der Region Südliche Ägäis und gemeinsam mit Nisyros den Regionalbezirk Kos.

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